„Es ist ok, so wie du bist.“ – Mit diesem Satz bewirbt das Bundesministerium für Gesundheit unter Jens Spahn den Gesetzesentwurf zum Verbot von „Konversionstherapien“¹. Doch anstatt einer Verbesserung gleicht der Entwurf eher einem Schlag ins Gesicht aller Betroffenen.
„Radikal“, „demokratiefeindlich“, „Ökodiktatur“, „Klimajünger“, „Produkt Greta“, … Das sind nur die in Zeitungen abgedruckten, „sachlichen“ Meinungen über Greta Thunberg. Im Internet geht es ganz anders zu.
Letzte Woche fand im Congress Centrum Würzburg der 10. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge statt. Der evangelikale Kongress bietet homo- und transphoben Referent*innen eine Bühne, sowie Sexismus und einem reaktionären Frauen*- und Familienbild. So war dieses Jahr, neben einer Pro-Life-Referentin, auch ein Stand des „Marsch für das Leben“ zu Gast.
Vom 5. bis 8. Juni 2019 findet in Würzburg der 10. internationale Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) unter dem Motto „Vernetzt Verbunden! Verstrickt? – Psychotherapie und Seelsorge in einer digitalisierten Welt“ statt.
Die APS sieht sich selbst als Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat „Begegnungen zwischen Psychotherapie und christlicher Seelsorge in Wissenschaft und Praxis zu fördern.“ APS organisiert in regelmäßigen Abständen Kongresse, Tagungen und bringt die Zeitschrift „P & S – Magazin für Psychotherapie und Seelsorge!“ heraus. Der 6. Kongress im Jahr 2009 fand unter dem Thema „Identität – der rote Faden in meinem Leben“ statt. Unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit verbreiteten einzelne Referierende, dass die heterosexuelle Ehe das einzig richtige Lebensmodell sei und dass Homosexualität krankhaft und potentiell heilbar sei. An der Tagung nahmen Markus Hoffmann von der Organisation Wüstenstrom e.V. (heute: Institut für dialogische und identitätsstiftende Seelsorge und Beratung e.V.) und Christl Ruth Vonholdt vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft teil. Beide Organisationen sprechen sich dafür aus, Schwule und Lesben von ihrer Homosexualität, die als Defekt definiert wird, zu „heilen“. Gesprächsversuche mit dem Veranstalter Dr. Martin Grabe stießen auf Unverständnis, die Referent_innen durften am Kongress teilnehmen. Continue reading Offener Brief gegen die Zulassung und Durchführung des Kongresses der APS im Kongresszentrum in Würzburg 2019→
An den Samstagen des 10., 17. und 24. November hat die AFD jeweils von 10 bis 14 Uhr, beim ersten Mal vor dem Gebäude der WVV und danach vor dem Hunkemöller, eine Kundgebung abgehalten. Ihr Anliegen bestand angeblich in der „Aufklärung“ über den mittlerweile stark thematisierten „Migrationspakt“, welcher am 10.12 beschlossen werden soll und der Formierung eines entsprechenden „Widerstandes“. Dieses Vorgehen steht im Kontext der aktuell auch bundesweit intensiv geführten Diskussion zu dieser Thematik. Deshalb erscheint es notwendig, an dieser Stelle auf einige Aspekte kurz einzugehen. Continue reading Die AfD und der Migrationspakt→
Denn auch nach massivem Protest in vielen Städten Bayerns möchte die CSU das neue Polizeiaufgabengesetz weiterhin am 15. Mai durch den Landtag winken. Dass sie damit im kommenden Wahlkampf bei der Wählerschaft der AfD punkten möchte, steht wohl außer Frage. Deswegen, und eigentlich wichtiger: wegen unserer Grundrechte ist es wichtig am Donnerstag den 10.05. ab 13Uhr in München ein deutliches Zeichen zu setzten das Wahlen nicht rechts der Mitte gewonnen werden. Continue reading Auf die Straße am 10.05. gegen das Polizeiaufgabengesetz!→